Seit 2006 möglich – freiwillige Arbeitslosenversicherung für Existenzgründer

Existenzgründer können seit dem 01. Februar 2006 freiwillig in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung einzahlen. Dies bietet die Möglichkeit, sich einen Anspruch auf Ersatzleistungen aufzubauen, sollte die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Unternehmung nicht mehr gegeben sein.

Voraussetzung:

Existenzgründer müssen innerhalb der letzten 24 Monate vor Aufnahme der Tätigkeit mindestens 12 Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis nach dem SGB III gestanden haben. Es ist dabei nicht entscheidend, ob es sich um ein durchgehendes versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis handelt oder ob einzelne Beschäftigungen zusammengerechnet werden. Wenn das Beschäftigungsverhältnis unterbrochen wurde, kann die Zeit der Unterbrechung nicht berücksichtigt werden.

Sollten versicherungspflichtige Zeiten nicht oder nicht ausreichend nachgewiesen werden können, ist es möglich, den Bezug einer Entgeltersatzleistung (z. B. ALG 1) heranzuziehen. Die Dauer des Bezugs spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, dass Unmittelbarkeit vorliegt. Dies ist immer dann der Fall, wenn die Zeit zwischen dem Beginn der Selbständigkeit und dem Versicherungspflichtverhältnis (Beschäftigung oder der Bezug einer Entgeltersatzleistung nach dem SGB III) maximal einen Monat beträgt.

Tipp: Im Zweifelsfall sollten Sie den Antrag auf die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Existenzgründer in jedem Fall stellen. Ein Ausstieg ist möglich.