Wer mit dem ESF-Mikrodarlehen in die Selbständigkeit starten will, kann ab sofort seinen Antrag bei der Aufbaubank einreichen. Neu hierbei ist: Existenzgründer können ihre Anträge direkt bei der Aufbaubank stellen, müssen also nicht erst eine Hausbank finden, die ihren Antrag unterstützt.

Zu günstigen Konditionen werden Darlehen in Höhe von maximal 20.000 € für betriebliche Investitionen und Betriebsmittel bereitgestellt.

Für das ESF Mikrodarlehen sind bis Ende 2008 insgesamt 25 Mio. € im Topf des eigens dafür eingerichteten, eigenständigen und unabhängigen Fonds. Das ESF-Mikrodarlehen wird zu 75 Prozent aus ESF-Mitteln finanziert. Die aus Tilgung und Zinsen zurückfließenden Mittel stehen für die Gewährung weiterer Darlehen zur Verfügung.

Die Laufzeit des ESF-Mikrodarlehen kann bis zu fünf Jahre betragen, davon ist maximal ein Jahr tilgungsfrei. Existenzgründer sind bis zu drei Jahre nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit antragsberechtigt.

Mit der Antragsstellung sind ein tragfähiges Unternehmenskonzept einschließlich Finanzierungsplan und eine fachkundige Stellungnahme vorzulegen. Außerdem muss der Antragsteller nachweisen, dass er über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Gründung und Führung eines Unternehmens verfügt (beispielsweise durch Teilnahme an einem Businessplan Workshop).

Nach Expertenmeinung benötigen zwei Drittel aller Existenzgründer maximal 20.000 €, um beispielsweise ein kleines Handwerksunternehmen zu eröffnen. Durch den Wettbewerb der Banken gibt es für solche Kleinkredite kaum ein Angebot, das für potenzielle Existenzgründer wirklich attraktiv ist. Zur Ergänzung des bisherigen Förderinstrumentariums wie Beratung, Qualifizierung oder den Existenzgründerzuschüssen für den Lebensunterhalt ist es mit dem ESF-Mikrodarlehen nun auch möglich, Investitionen und Betriebsmittel zu fördern.